| Ich liebe das Leben | ||||||
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Diagnose HIV-positiv: Die Ärztin Kathrin Andresen (Anneke Kim Sarnau) verliert mit einem Schlag den Job und alle Perspektiven. Sie ist sicher, dass sie sich nur bei der Arbeit in der Klinik infiziert haben kann. Mithilfe des Anwalts Hartmann (Jan Josef Liefers) verklagt sie ihren ehemaligen Arbeitgeber. Der Prozess wird zur Schlammschlacht, Kathrin steht als Lügnerin mit vermutlich lockerem Sexualleben da und verliert in zweiter Ins-tanz. Voll Wut und Selbstmitleid legt die verzweifelte Frau nun auch ihr Privatleben in Trümmer bis sie sich aufrafft und einen Job in einem Hospiz für Aidskranke annimmt. Das klingt nach Leiden auf dickem Geigentepppich, ist aber dank Besetzung und Regie spannend, unsenti-mental, berührend, glaubwürdig und schmalzfrei. (Hamburg/dpa) - Anneke Kim Sarnau ist gerade 32 Jahre alt und hat bereits die höchsten Auszeichnungen im deutschen Fernsehen kassiert. Mit dem Mobbing-Drama «Die Hoffnung stirbt zuletzt», in dem Sarnau eine Polizistin darstellte, machte sie erstmals auf sich aufmerksam. Sie wurde mit dem Grimme-Preis und mit dem Deutschen Fernsehpreis geehrt. Erst vor knapp zwei Wochen spielte sie in der ARD die Hauptrolle in dem Film «Juls Freundin». Ihr neuester Auftritt erfolgt bei Sat.1: An diesem Dienstag tritt sie in dem Drama «Ich liebe das Leben» (20.15 Uhr) als Ärztin auf, die sich mit dem Aids-Erreger infiziert hat. Der Beruf und der Rummel um ihre Person lassen die gebürtige Elmshornerin relativ kalt, so scheint es. «Ich bin ziemlich relaxed, nehme das noch gar nicht so richtig wahr», sagt Sarnau. «Ich merke es immer nur dann, wenn Leute mich darauf ansprechen. Ich denke da auch nicht ständig dran.» Sie werde natürlich jetzt mehr wahrgenommen und anders behandelt. «Da kann man ja auch negativ denken und sich sagen: Das hätten die Leute ja auch vorher machen können.» Im Übrigen werde sie sich jetzt eine Pause gönnen. Ein fertiger «Tatort» mit ihr sei noch in der Warteschleife. Außergewöhnlich ist, dass Sat.1 an einem Dienstagabend zur Abwechslung wieder ein ernsthaftes Stück Fernsehen abliefert. In den vergangenen zwei Jahren wurden auf diesem Sendeplatz hauptsächlich romantische Komödien gespielt, die deutlich an Beliebtheit gewonnen haben. Mit diesen Filmen kann der Berliner Privatsender jedoch auch gegenüber der Konkurrenz deutlich Punkte sammeln und hat den Dienstagsfilm inzwischen zu einer festen Größe im Programm gemacht - auch die deutsche Filmwirtschaft profitiert von dieser Entwicklung. Die Diagnose Aids hinterlässt im Leben der jungen Ärztin Kathrin (Anneke Kim Sarnau) deutliche Spuren. Sie hat sich aller Wahrscheinlichkeit nach im Dienst infiziert, denn ihr Freund Daniel (Roman Knizka) ist HIV-negativ. Nach dem ersten Entsetzen und der ersten Fassungslosigkeit setzt sich bei Kathrin die Wut durch. Sie lässt sich von einem Anwalt (Jan Josef Liefers) beraten, der ihr zum Prozess gegen die Klinik rät. In erster Instanz gewinnt Kathrin. Doch das Krankenhaus geht in die Berufung und gewinnt letztlich. Die Ärztin wird als Lügnerin dargestellt. Kathrin droht in einem Strudel aus Verzweiflung und Chaos zu versinken.
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